Reiten

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Reiten – oder: Wie man freiwillig auf ein Fluchttier steigt

Reiten ist der einzige Sport, bei dem man sagt:

„Ich entspanne mich jetzt“,

während man auf 600 kg Muskelmasse sitzt, die bei einem raschelnden Blatt denkt:

„Wir sterben. Sofort. Lauf!“

Und du so: „Nein Kevin, das ist nur eine Plastiktüte.“

Was passiert da eigentlich?

Reiten bedeutet:

Du sitzt oben drauf und versuchst, mit minimalen Bewegungen zu sagen, was das Pferd tun soll.

Zum Beispiel:

  • Beine leicht ran = „Vorwärts bitte.“
  • Zügel annehmen = „Langsamer.“
  • Gewicht verlagern = „Biegung.“
  • Leicht panisch atmen = „Ich war nicht bereit für Galopp.“

Und das Pferd so:

„Meint sie das ernst oder war das wieder ein Versehen?“

Die Gangarten – oder wie man neue Muskeln entdeckt

Schritt – Alles gut. Man fühlt sich wie eine Natur-Doku.

Trab – Deine Organe lernen fliegen. Willkommen beim Leichttraben.

Galopp – Kurz fühlst du dich wie im Film. Wind in den Haaren. Freiheit!

Pferd erschrickt – Plötzlich Rodeo. Ungeplant. Kostenlos.

„Reiten ist doch kein Sport!“

Sagt immer jemand, der noch nie versucht hat, beim Trab elegant auszusehen.

Reiten trainiert:

  • Bauch
  • Beine
  • Rücken
  • Geduld

Denn du musst ruhig bleiben, während dein Pferd innerlich eine Netflix-Dramaserie abspielt.

Stallrealität

Reiten besteht übrigens zu 70 % aus:

  • Putzen
  • Satteln
  • Suchen von verlorenen Hufkratzern
  • „Wo ist mein Helm?“
  • Pferd davon überzeugen, dass Pfützen nicht tödlich sind

Und zu 30 % aus:

„OH MEIN GOTT DAS WAR DER BESTE GALOPP MEINES LEBENS!!“