Timothy Harrenford
Timothy Rudolph Harrenfort (*15. 04. 1883 †25. 12. 1977) war ein schottischer Biologe und Mediziner, welcher für die Entdeckung des IQs bekannt geworden ist. Neben seiner Tätigkeit als Wissenschaftler war er Dozent für Biomedizin in der University of Glasgow.
Kindheit und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Timothy Rudolph Harrenfort war das erste von zwei Kindern von Rudolph William Harrenfort und dessen Frau Elisabeth Harrenford (geb. Parsler). Sein Bruder Gregory Christopher wurde 3 Jahre nach ihm geboren. Bei seiner Geburt hatte er keine Haare. Die beiden Geschwister verstanden sich gut, trotz einiger Unterschiede.
Timothy war ein ruhiger, lernbegeisteter Junge, der die örtliche Schule mit Bestnoten abschloss. Schon in seiner Schulzeit war er sehr fasziniert von der Natur und der Biologie. Auch die schuleigene Bibliothek besuchte er mit Freuden gerne und er half auch seinen Freunden (und ließ sie auch mal bei sich abschreiben).
Als er schließlich die weiterführende Schule besuchte, konzentrierte er sich voll auf die naturwissenschaftlichen Fächer auch zum Nachteil der anderen Fächer, die er deutlich vernachlässigte. Seine Eltern brachten ihn jedoch wieder zur Vernunft, sodass er seine Noten in den anderen Fächern retten konnte. Doch trotzdem war es dort, wo er seine Neugier über den menschlichen Körper entdeckte, welche ihn nicht mehr loslassen sollte. Diese Neugier trieb ihn schlussendlich such dazu, sich der Forschung über den Menschen zu widmen. Seinen Abschluss erreichte er mit Bestnoten im naturwissenschaftlichen Bereich und mäßigen Noten in den restlichen Fächern.
Zeit in der Universität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Doch schon während er seinen Abschluss machte, schrieb er sich in der Universität in Lyon, Frankreich ein. Dort studierte er zunächst angewandte Biologie, bevor er noch ein Semester lang eine Medzinvorlesung besuchte. In diesem traf er auch seine spätere Ehefrau, die ein Jahr jüngere Ludmilla Tremont, welche ebenfalls Medizin studierte.
Besonders geprägt hatte ihn in der Universität allerdings sein Professor für allgemeine Biologie, den er fortan als großes Idol ansehen würde.
Erste Kontakte und Studien mit Benjamin Dragmith[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nachdem er und seine spätere Frau mit dem Studium zu Ende waren, zogen sie wieder nach Schottland zurück. Ludmilla eröffnete dort eine Arztpraxis, während Timothy in einem Labor arbeitete. Dort traf er Benjamin Dragmith, welcher nicht nur sein Kollege, sondern auch sein Freund werden würde. Die beiden Biologen mit ähnlichen Interessen unterhielten sich für eine lange Zeit, bis Dragmith seinem Kollegen schließlich von einer Theorie erzählte, welche er nach ein paar interessanten Funden gemacht hatte.
Harrenford, der diese Theorie bewunderte, ermutigte seinen Freund, weiter darüber nachzudenken, sodass sie bald gemeinsam Experimente mit dem menschlichen Haar durchführten.
Im Jahr 1911 heirateten Timothy und Ludmilla schließlich, Benjamin wurde der Trauzeuge seines Freundes.
Die erste von Dragmith veröffentlichte Studie „Das menschliche Haar und seine Eigenschaften" aus dem Jahr 1913 blieb jedoch relativ unspektakulär und Harrenford musste seinen Freund überzeugen, nicht aufzugeben, sondern sich wieder an anderen Experimenten zu versuchen.
Die Erfindung des IQs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Etwa ein Jahr später hatte Dragmith dann spannende Nachrichten für seinen Freund, er sei auf etwas interessantes gestoßen. Im Januar 1915 führten die beiden Freunde dann - unter Dragmiths Anleitung - den ersten Versuch zu Bestimmung des Quecksilberanteils in den menschlichen Haaren durch. Dieser war noch sehr aufwendig, gab Dragmith allerdings viele aufschlussreiche Informationen.
Außerdem entbrannte dadurch das Interesse der beiden an diesem spezifischen Thema. Auch Harrenford begann etwas später, daran zu forschen, konnte jedoch aufgrund eines Unfalls bei der Arbeit, bei der er sich eine Lungenvergiftung durch einen Schimmelpilz zuzug, von Mitte 1916 bis Ende 1917 nicht weiterarbeiten.
Diese überlebte er glücklicherweise jedoch und danach arbeitete er mit neuem Elan weiter. Im Februar 1918 begann er dann seine Studie über den IQ. Diese Studie, während der er eng mit Benjamin Dragmith zusammenarbeitete, war diejenige, bei der er die Berechnung des IQs entwickelte. Während seiner Studie veröffentlichte Dragmith seine zweite Arbeit, ein wissenschaftliches Paper, welches Harrenford viel weiterhalf und so veröffentlichte er sein Buch „Der IQ, sein Verfahren und Methodik" im Jahr 1921.
Schon bald zeigten viele bekannte Wissenschaftler Interesse an dem IQ und dem Verfahren zur Berechnung von diesem. Während der Rest seiner Arbeit eher uninteressant wurde, arbeitete weiter an dem IQ
Professur in Glasgow[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Etwas später nahm Timothy R. Harrenford - inzwischen ein Vater einer Tochter namens Margret Elizabeth - eine Stelle als Dozent in der University of Glasgow an. Dies bedeutet zwar, dass er nicht mehr so eng mit Benjamin Dragmith zusammenarbeiten konnte, doch dennoch war er sehr glücklich an der Uni. Außerdem bot ihm dies die Gelegenheit, seinen Freund bei Forschungen mit besseren Mitteln zu unterstützen.
Er unterrichtete in seiner Laufbahn viele Studenten, von denen die meisten positiv von seinem Unterricht erzählten. Dennoch erwartete er immer Disziplin und Lernbereitschaft von ihnen. Auch laut den anderen Dozenten war er stets ein höflicher und erzählfreudiger Mensch.
Während seiner Zeit in der Universität versuchte er immer wieder, an seine Leistungen mit dem IQ anzuknüpfen, indem er weitere Versuche, auch in anderen Bereichen der Biologie durchführte. Ein Durchbruch, wie mit dem IQ, gelang ihm allerdings nie, dennoch unterstützte er weiterhin seinen Freund Benjamin Dragmith bei seinen Versuchen mit Material und wissen.
Mit 47 Jahren eignete er sich auch einen Doktor der Medizin an, um sein Wissen noch zu erweitern. Dadurch gelang ihm zusammen mit anderen Wissenschaftlern mit der Herstellung eines medizinischen Wirkstoffes ein letzter großer Durchbruch.
Leben nach seiner Zeit als Wissenschaftler und Professor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nachdem er im Jahr 1950 in den Ruhestand ging, kaufte er mit seiner Frau Ludmilla ein großes Haus auf dem Land, welches ein paar Kilometer südlich von Glasgow lag. Es lag direkt neben einem Wald, der zum Grundstück gehörte und war trotz einer direkten Verbindung in die Stadt sehr ruhig und abgelegen. Dort lebten sie noch ein Jahr mit ihrem Sohn, der einige Zeit nach Margret Elizabeth geboren wurde, und zwei mit ihrer zweiten Tochter, die drei Jahre jünger als ihr Bruder war. Danach waren alle Kinder ausgezogen - dennoch besuchten diese, bis auf die in die Schweiz gezogene Margret, ihre Eltern noch - und das Paar widmete sich ihren Hobbys, ihrem gemeinsamen Gewächshaus, Ludmilla der Malerei - ihr bekanntestes Bild wurde dreißig Jahre nach ihrem Tod für 310.000$ versteigert - und Timothy dem Jagen.
Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Am 25. 12. 1977 verstarb Timothy Rudolph Harrenfort im Zuge einer Lungenentzündung im Beisein seiner Kinder. Sie hatten sich für das Weihnachtsfest treffen wollen, verbrachten dann jedoch, als die Krankheit bekannt wurde, eine schöne letzte Zeit mit ihm. Timothy Harrenford liegt in eimenem Grab in seinem Anwesen begraben. Ihre Trauer drückte seine Frau durch vier Gemälde aus. Sie verstarb vier Jahre nach ihm.
Vermächtnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Timothy R. Harrenford verdankt die moderne Biologie nicht nur die Erfindung des IQs, doch dies war mit Abstand seine bedeutenste Leistung. Ansonsten verdanken ihm viele Studierende ein lehrreiches und angenehmes Studium. Heute erinnert eine Büste in der Bibliothek der University of Glasgow an ihn.